Für das NS-Dokumentationszentrum Rheinland Pfalz in der Gedenkstätte KZ Osthofen wird derzeit im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland Pfalz ein neues Ausstellungskonzept realisiert, bei dem neben Videostationen auch PDAs zum Einsatz kommen werden.
Die Realisierung des neuen Ausstellungskonzeptes obliegt Wieland Schmid vom Atelier für Gestaltung in Mannheim, der schon mehrere Ausstellungen dieser Art erfolgreich konzipiert hat. Für die PDA-Softwareentwicklung wurde das Unternehmen Eyeled mit ins Boot genommen, das auf Museumsführer auf der Basis von PDAs spezialisiert ist. Für die multimediale Realisierung des Projektes ist die Firma E-S-G-E Grafik aus Eberbach verantwortlich.
In dem NS-Dokumentationszentrum befindet sich seit 1996 eine
Dauerausstellung, für die schriftliche Dokumente aus Archiven, Fotos,
Mikrofilme und Mikrofiches, insbesondere zu den beiden ehemaligen
Konzentrationslagern in Osthofen bei Worms und in Hinzert bei Hermeskeil,
gesammelt wurden. Für diese Materialien galt es, eine dem ernsten Thema
angemessene Präsentationsform zu finden.
In der Ausstellung werden über Monitore Videos gezeigt, die die Zeit des
Nationalsozialismus im Bereich des heutigen Rheinland-Pfalz auf
eindrucksvolle Weise aufzeigen. In den Räumlichkeiten selbst wird Stille
herrschen. Besucher erhalten daher für ihren Ausstellungsbesuch einen
PDA mit Kopfhörer, über den sie den Videoton hören.
Wichtig bei dieser Präsentationsform ist, dass die Besucher automatisch den richtigen Videoton hören, sobald sie sich den Videostationen nähern. Die Tonwiedergabe wird über die PDAs gesteuert. Dazu hat Eyeled eine Technik entwickelt, die die Synchronisation von Offline-Ton auf laufende Videos ermöglicht.